Welche Folgen hat der WM Kuss-Skandal für Rubiales und den Profisport?

Geschrieben von: Dr. Dirk Schwenn

Welche Folgen hat der WM Kuss-Skandal für Rubiales und den Profisport?

Bereits im September 2023 war der ehemalige spanische Fußballpräsident Luis Rubiales infolge des öffentlichen Drucks von seinem Amt als Präsident des spanischen Fußballverbandes zurückgetreten. Zudem wurde er von der FIFA für drei Jahre gesperrt. Gegen seine Verurteilung zu einer Geldstrafe und einem Kontaktverbot zur Spielerin Hermoso legte Rubiales Berufung ein – und scheiterte (Staatsgerichtshof Madrid, Beschl. v. Juli 2025).

Worum geht es?

Im Zentrum des Geschehen steht Luis Rubiales, der damalige Präsident des spanischen Fußballverbands RFEF. Dieser küsste während der WM-Siegerehrung der spanischen Frauen-Nationalmannschaft am 20. August 2023 die Spielerin Jennifer Hermoso auf den Mund – und zwar ohne ihr Einverständnis. Der Vorfall ereignete sich im Rahmen eines offiziellen Anlasses, wurde weltweit medial verbreitet und löste einen internationalen Skandal aus. Hermoso erklärte später, dass sie dem Kuss nicht zugestimmt habe. Ihre Darstellung wurde von Zeugenaussagen ihrer Teamkolleginnen gestützt. Die spanische Staatsanwaltschaft wertete den Kuss als sexuelle Aggression und forderte für Rubiales eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren. Rubiales hingegen verteidigte sich damit, der Kuss sei Ausdruck spontaner Freude gewesen und ohne sexuelle Absicht erfolgt.

Im Februar 2025 wurde Rubiales zu einer Geldstrafe in Höhe von 10.800 Euro sowie einem einjährigen Kontaktverbot gegenüber Hermoso verurteilt. Gegen diese „relativ milde“ Entscheidung im Vergleich zur geforderten Haftstrafe der Staatsanwaltschaft legte Rubiales dennoch Berufung ein.

Wie hat das Gericht entschieden?

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Bildnachweis: Michael Derrer Fuchs, Stock-Fotografie-ID: 2197350341 

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