Verurteilung eines Greenpeace-Aktivisten: Sturzflug als Gefährdung des Luftverkehrs

Geschrieben von: Dr. Dirk Schwenn

Verurteilung eines Greenpeace-Aktivisten: Sturzflug als Gefährdung des Luftverkehrs

Ein Greenpeace-Aktivist sorgte bei der EM 2021 für großes Aufsehen, als er mit einem motorisierten Gleitschirm durch die Allianz-Arena segelte. Nun wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt (AG München, Urt. v. 11.07.2023, Az. 113 Js 141690/21).

Worum geht es?

Während der Fußball-Europameisterschaft 2021 fand eine Protestaktion des Greenpeace e.V. statt. Die Aktion hatte sich gegen den EM-Sponsor Volkswagen und dessen Rolle beim Klimawandel gerichtet. Der als Chirurg tätige Angeklagte hatte sich bereits zu Prozessbeginn für seine Tat entschuldigt.

Kurz vor dem Anpfiff des Spiels Deutschland – Frankreich flog der Aktivist über das Stadion und warf einen großen Ball auf das Spielfeld. Der Schirm hatte sich währenddessen in einem Stahlseil verfangen, wodurch der Angeklagte die Kontrolle verlor. Beim Sinkflug über die Zuschauerränge wurden ein französischer Tontechniker und ein ukrainischer Dopingkontrolleur der UEFA verletzt. Der Kontrolleur musste sogar eine Nacht im Krankenhaus verbringen. Der Flieger selbst verletzte sich bei der unsanften Landung am Knöchel.

Wie entschied das Gericht?

Dies ist geschützter Inhalt. Du benötigst nur eine kostenlose Mitgliedschaft, um ihn anzusehen. Dafür reicht Deine E-Mail-Adresse.

Schon Mitglied? Hier einloggen:

Bildnachweis: Fdevalera, Stock-Fotografie-ID: 458296277

Teile diesen Beitrag

Schreibe einen Kommentar