Bundesligaverein klagt: Dürfen Online-Plattformen Fußballtickets weiterverkaufen?
Bietet eine Online-Ticketplattform Eintrittskarten für Fußballspiele an, ohne klar darauf hinzuweisen, dass der Weiterverkauf laut AGB des Fußballclubs kein Zutrittsrecht vermittelt, liegt darin eine wettbewerbswidrige Irreführung des Zweitkäufers (LG Hamburg, Urt. v. 02.01.2026, Az. 415 HKO 73/24).
Worum geht es?
Ein Bundesligaverein geht gerichtlich gegen eine Online-Ticketplattform vor, die es Nutzern ermöglicht, Eintrittskarten für Kultur- und Sportveranstaltungen auf dem Zweitmarkt weiterzuverkaufen. Der Verein wirft der Plattform vor, Tickets zu seinen Heimspielen ohne ausreichenden Hinweis auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Vereins anzubieten. Konkret beanstandet der Verein, dass beim Angebot der Tickets nicht deutlich gemacht werde, dass weiterverkaufte Eintrittskarten gemäß seiner AGB grundsätzlich nicht zum Stadionzutritt berechtigen.
Der Kläger verlangt, dass die Plattform künftig unterlässt, Tickets für seine Heimspiele ohne klaren Hinweis auf diese Rechtslage anzubieten.
Wie hat das Gericht entschieden?
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Bildnachweis: Edwin Tan, Stock-Fotografie-ID: 1323650269
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