Muss ein Verein Punktprämien auch an Ersatzspieler zahlen?

Geschrieben von: Dr. Dirk Schwenn

Muss ein Verein Punktprämien auch an Ersatzspieler zahlen?

Eine arbeitsvertragliche Punktprämie setzt keinen Anspruch auf Vergütung für Spiele ohne eigenen Einsatz voraus, wenn sich aus der Vertragsauslegung ergibt, dass sämtliche Prämien an einen persönlichen Spieleinsatz anknüpfen (LAG Düsseldorf, Urt. v. 23.06.2026, Az. 11 SLa 106/26).

Worum geht es?

Ein Profifußballer eines Zweitligavereins verlangte von seinem Arbeitgeber eine zusätzliche Bonuszahlung in Höhe von rund 21.900 € brutto. Streitgegenstand war die Auslegung einer arbeitsvertraglichen Regelung über eine „Punkteinsatzprämie“:

Danach erhielt der Spieler für jeden in der 2. Bundesliga erzielten Punkt 2.500 € brutto, sofern er in der Startelf stand oder als Einwechselspieler mindestens 45 Minuten eingesetzt wurde. Bei einem Saisonabschluss auf den Tabellenplätzen eins bis sechs sah der Vertrag zudem eine Nachzahlung von weiteren 1.000 € brutto je erreichtem Punkt vor.

Nachdem der Verein die Saison 2024/2025 auf dem sechsten Tabellenplatz mit 53 Punkten beendet hatte, zahlte er die Zusatzprämie lediglich für Spiele mit einem entsprechenden Einsatz des Klägers. Dieser machte hingegen geltend, die Nachzahlung sei unabhängig von seinem persönlichen Spieleinsatz für alle Saisonpunkte geschuldet.

Wie hat das Gericht entschieden?

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Bildnachweis: taranchic, Stock-Fotografie-ID: 1371094238

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